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Freitag, 19. März 2010

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Grüne Zonen – Parkplätze (nur) für Bewohner/-innen

04.05.2009 19:22

 

Grüne Zonen – Parkplätze (nur) für Bewohner/-innen

„Grüne Zonen“ – schon gehört? Was ist das? Ganz einfach: unser gleichermaßen verblüffend einfaches wie wirkungsvolles Verkehrskonzept für die Innere Stadt!

An sich keine neue Idee von uns: Seit weit mehr als zehn Jahren liegt das Konzept am Tisch. Die Umsetzung ist jedoch bislang stets am Widerstand der Auto-Fraktionen SPÖ und ÖVP gescheitert. Aber wir geben nicht auf, im Gegenteil: Wir verstärken aufs Neue unsere Offensive, die wir vergangene Woche durch das Verschicken entsprechender Info-Folder an sämtliche 8.000 Haushalte des ersten Bezirks gestartet haben.

Das Konzept

Die Idee ist simpel: genau definierte Gebiete, in denen Parken nur für Bewohner/-innen des ersten Bezirks erlaubt ist. Wichtig: Ladetätigkeit ist zur festgesetzten Zeit uneingeschränkt möglich und Halten bis zu zehn Minuten jederzeit und für alle erlaubt. Mit einem Schlag wären nach unseren Untersuchungen rund 50% der Oberflächen-Parkplätze des Bezirks den Bewohner/-innen der Innenstadt zurückgegeben.

Fakten und Argumente

Der Parkraumaspekt: Im Bezirk sind 16.000 PKW gemeldet. Insgesamt stehen 23.000 Parkplätze zur Verfügung: 11.000 im Straßenraum, 5.000 in Privatgaragen sowie 7.000 in gewerblichen Garagen. Das geht sich wunderbar für uns Bezirksbewohner/-innen aus!

Der Wirtschaftsaspekt: Kein Grund zur Sorge für die Wirtschaftstreibenden im Bezirk: Abgesehen von der oben erwähnten ohnehin erlaubten Ladetätigkeit gibt es für die Klientel des gehobenen Einzelhandels im Bezirk genügend Garagenplätze, die sich diese auch leisten kann. Tourist/-innen reisen selten im PKW an. Und für einpendelnde Arbeitnehmer/-innen ist der 1. Bezirk der mit Öffis am besten erreichbare Bezirk Wiens.

Der Umweltaspekt: Expert/-innen schätzen den Parkplatzsuchverkehr auf 30% des gesamten Verkehrsaufkommens im Bezirk. Das bedeutet: sinnlose Vergeudung von Zeit, Nerven und Treibstoffkosten. Das heißt: sinnlose Belastung durch Abgase, CO2, Feinstaub und Lärm! Wehren wir uns dagegen! Für eine lebenswerte Innenstadt!

Der Stadtbildaspekt: Leuchten in Maiglöckchenform sind wichtig, aber vollgeparkte Altstadtplätze vor grandiosen barocken Fassaden sind egal? Das muss nicht sein. Weltkulturerbe verpflichtet!

Test-Grätzel

Um unser Konzept zu testen, haben wir sechs Grätzel in der Inneren Stadt ausgesucht, die als Pilotprojekte sehr leicht als „Grüne Zonen“ ausgeschildert werden könnten. Diese sind

  1. das Bäckerstraßenviertel
  2. rund um den Rudolfsplatz
  3. im Bereich von Brandstätte/Tuchlauben
  4. Am Hof
  5. links der Kärntnerstraße
  6. rechts der Kärntnerstraße. (Plan-Details)  

Nach der Testphase – und ich weiß, dass es funktioniert! – kann diese Maßnahme auf die gesamte Innenstadt ausgedehnt werden.

Es ist eigentlich alles ganz einfach…Finden Sie nicht auch?

Unterstützen Sie uns!

Dr. Rainer Fussenegger

 



Grüne Zonen
 

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