Grüne Zonen – Parkplätze (nur) für Bewohner/-innen
04.05.2009 19:22
Grüne Zonen – Parkplätze (nur) für Bewohner/-innen
„Grüne Zonen“ – schon gehört? Was ist das? Ganz einfach: unser gleichermaßen verblüffend einfaches wie wirkungsvolles Verkehrskonzept für die Innere Stadt!
An sich keine neue Idee von uns: Seit weit mehr als zehn Jahren liegt das Konzept am Tisch. Die Umsetzung ist jedoch bislang stets am Widerstand der Auto-Fraktionen SPÖ und ÖVP gescheitert. Aber wir geben nicht auf, im Gegenteil: Wir verstärken aufs Neue unsere Offensive, die wir vergangene Woche durch das Verschicken entsprechender Info-Folder an sämtliche 8.000 Haushalte des ersten Bezirks gestartet haben.
Das Konzept
Die Idee ist simpel: genau definierte Gebiete, in denen Parken nur für Bewohner/-innen des ersten Bezirks erlaubt ist. Wichtig: Ladetätigkeit ist zur festgesetzten Zeit uneingeschränkt möglich und Halten bis zu zehn Minuten jederzeit und für alle erlaubt. Mit einem Schlag wären nach unseren Untersuchungen rund 50% der Oberflächen-Parkplätze des Bezirks den Bewohner/-innen der Innenstadt zurückgegeben.
Fakten und Argumente
Der Parkraumaspekt: Im Bezirk sind 16.000 PKW gemeldet. Insgesamt stehen 23.000 Parkplätze zur Verfügung: 11.000 im Straßenraum, 5.000 in Privatgaragen sowie 7.000 in gewerblichen Garagen. Das geht sich wunderbar für uns Bezirksbewohner/-innen aus!
Der Wirtschaftsaspekt: Kein Grund zur Sorge für die Wirtschaftstreibenden im Bezirk: Abgesehen von der oben erwähnten ohnehin erlaubten Ladetätigkeit gibt es für die Klientel des gehobenen Einzelhandels im Bezirk genügend Garagenplätze, die sich diese auch leisten kann. Tourist/-innen reisen selten im PKW an. Und für einpendelnde Arbeitnehmer/-innen ist der 1. Bezirk der mit Öffis am besten erreichbare Bezirk Wiens.
Der Umweltaspekt: Expert/-innen schätzen den Parkplatzsuchverkehr auf 30% des gesamten Verkehrsaufkommens im Bezirk. Das bedeutet: sinnlose Vergeudung von Zeit, Nerven und Treibstoffkosten. Das heißt: sinnlose Belastung durch Abgase, CO2, Feinstaub und Lärm! Wehren wir uns dagegen! Für eine lebenswerte Innenstadt!
Der Stadtbildaspekt: Leuchten in Maiglöckchenform sind wichtig, aber vollgeparkte Altstadtplätze vor grandiosen barocken Fassaden sind egal? Das muss nicht sein. Weltkulturerbe verpflichtet!
Test-Grätzel
Um unser Konzept zu testen, haben wir sechs Grätzel in der Inneren Stadt ausgesucht, die als Pilotprojekte sehr leicht als „Grüne Zonen“ ausgeschildert werden könnten. Diese sind
- das Bäckerstraßenviertel
- rund um den Rudolfsplatz
- im Bereich von Brandstätte/Tuchlauben
- Am Hof
- links der Kärntnerstraße
- rechts der Kärntnerstraße. (Plan-Details)
Nach der Testphase – und ich weiß, dass es funktioniert! – kann diese Maßnahme auf die gesamte Innenstadt ausgedehnt werden.
Es ist eigentlich alles ganz einfach…Finden Sie nicht auch?
Unterstützen Sie uns!
Dr. Rainer Fussenegger
Marc- Aurelstr. 8/5
A - 1010 Wien
Tel/Fax: 0650/9682251
innerestadt@gruene.at
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