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Samstag, 20. März 2010

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City Maut á la SPÖ: „Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass!“

19.12.2009 17:37

 

City Maut á la SPÖ: „Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass!“

Michael Häupl will über eine City Maut abstimmen lassen. Doch was er darunter versteht, ist das Papier nicht wert, auf dem es gedruckt werden soll.

Häupls City Maut soll nur die Innere Stadt betreffen. Die Strategie dahinter: Der rote Mantel bekommt einen grünen Schimmer, fordern doch die Wiener Grünen schon seit längerem eine City Maut. Gleichzeitig wird das Gebiet dafür so eng gefasst, dass die Auswirkungen der Methode für die Verkehrsreduktion und das Klima gleich null sind.

Vielleicht wären ja Fremdsprachenkenntnisse für den Bürgermeister von Vorteil: „City“ heißt nämlich im Englischen „Stadt“. Nur in Wien wurde „Geh ma in die City“ zum Synonym für den Besuch der Innenstadt. Doch in Stockholm und London, wo es die City Maut bereits erfolgreich gibt, beschränkt sich diese keineswegs auf den Stadtkern, sondern gilt in mehreren innerstädtischen Bezirke mit einer gesamten Ausdehnung, die gut zehn mal so groß ist, wie sie es in Wien wäre.

Wichtige Fragen, wie die Höhe der Maut im Verhältnis zur Parkgebühr in Garagen und Kurzparkzonen werden überhaupt ausgelassen.

City Maut ja bitte – aber wenn, dann richtig.

Das Grüne Modell der City Maut:

- Bemautung ab der Stadteinfahrt unter Berücksichtigung einer ökologischen und sozialen Staffelung
- Park and Ride Zonen im Umland sowie an den Wiener Stadträndern
- Ausbau des öffentlichen Verkehrs. Dafür soll es eine Zweckwidmung der Einnahmen aus der City Maut geben. Konkrete Maßnahmen wären:

1. Verbesserung des öffentlichen Verkehrs zwischen Wien und seinem Umland als Alternative für ArbeitspendlerInnen

2. Schnellbusse aus der Region für Arbeitspendler/-innen  mit nur wenigen Haltestellen.

3. Neue Schnellbahnlinien (auf bestehenden Gleisanlagen) statt Nebenbahnen-Stilllegungen.

4.Intervallverkürzungen und Betriebszeitenverlängerungen auf bestehenden Schnellbahnlinien.

5. Tarifreform im öffentlichen Personennahverkehr. Keine Tariferhöhung für die nächsten fünf Jahre und Ausweitung der VOR-Kernzone 100 auf die 1. Außenzone

6. Attraktivierung des öffentlichen Verkehrs in den Wiener Außenbezirken.

7. Neue tangentiale Linien (auch Straßenbahnen).

8. Straßenbahnverlängerungen in das Wiener Umfeld, z.B. nach Großenzersdorf und Schwechat

9. Intervallverkürzungen und Betriebszeitenverlängerungen auf den bestehenden Linien

 



 

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