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Alexander Hirschenhauser

Klubvorsitzender
„Eine authentische Innenstadt, wo Menschen gerne leben und das Wohnen auch leistbar ist: Das ist mein Ziel.“
Alexander Hirschenhauser

Wiener, Jahrgang 1962

​Unternehmer im Bereich Musikwirtschaft, Kulturmanager

Alexander Hirschenhauser ist ein echtes Kind der Innenstadt. Hier ist er aufgewachsen, ging in der Zedlitzgasse und am Akademischen Gymnasium zur Schule, hier war er beruflich tätig, und hier wohnt er noch immer, kennt jeden Winkel, spürt die Unterschiede und Entwicklungen in den einzelnen Grätzeln.

Soul Seduction und Black Market

Alexander Hirschenhauser ist aber auch Weltbürger. Das ist mit ein Grund, warum er es mit seinen Aktivitäten im Bereich des Musikbusiness von Ende der Achtzigerjahre bist 2007 geschafft hat, gehörig frischen Wind in die Musikszene und in den Bezirk zu bringen. Der von ihm veranstaltete Club Soul Seduction bot einem neuen, urbanen Lebensstil die Bühne und blies mit Funk, Stil und Lebensfreude die eingefahrenen Wiener Gewohnheiten kräftig durch. Sein „Black Market“ Shop in der Gonzagagasse war nicht nur Plattengeschäft, sondern auch Fashion Store und vor allem auch Treffpunkt und Laboratorium für viele DJs und Musiker, die – im Gegensatz zu so manchen lokalen Berühmtheiten - auch international geschätzt und gefragt waren. Ein Shopkonzept, das damals in Wien gänzlich neu war. Inzwischen gibt es in Trendbezirken wie Mariahilf oder Neubau dutzende Shops, in denen mehrere Geschäftsideen gleichzeitig verwirklicht werden.

Musik als Lebensinhalt

Trotzdem wurde auch das „Black Market“ vom Niedergang des Musikbusiness erfasst und mußte aufgeben. Den „soulseduction“ Download Store führte er noch fort bis 2013, dann wurde auch im Online-Sektor der Konkurrenzdruck der internationalen Konzerne zu stark. Laut Eigendefinition war das „So etwas wie eine kleine, feine und unabhängige österreichische Version des iTunes-Stores, mit dem bedeutenden Unterschied, dass niemand vorher zwingend eine Software installieren musste. Es war auch von Anfang an klar, dass wir legale MP3- und WAV-Dateien ohne konsumentenfeindlichen Kopierschutz verkauften.“ Geblieben aus dieser Zeit ist Hirschenhauser sein Engagement als Sprecher des Verbandes der Independent Labels.

Politischer Quereinsteiger

Politisch Tätig zu werden hatte ihn zwar schon immer gereizt, ging sich aber früher schlicht nicht aus. In seinen drei sehr engagierten Jahren als Bezirksrat (2008 – 2011) konnte er in engem Kontakt mit aktiven BewohnerInnen des Bezirks auf einige Fehlentwicklungen hinweisen (z.B. auf die überdimensionierte Tiefgarage in der Zelinkagasse oder auf die gefährdeten Innenhöfe zwischen Grünangergasse und Domgasse) und etwa mit der Kampagne für einen unverbauten Stephansplatz (Raiffeisen-Projekt „Dombauhütte“) auch beachtliche Erfolge für den Bezirk erringen.

Visionen für die innere Stadt

Seit November 2011 ist Alexander Hirschenhauser als Klubobmann der Grünen Innere Stadt zentrale Ansprechperson für alle Agenden und Anliegen, die den ersten Bezirk beschäftigen. Seine Vision ist eine Innere Stadt, in der Menschen verschiedenster sozialer Zugehörigkeit gut leben können. Eine Innere Stadt, die diese Funktion als Wohnbezirk erfüllen kann, und gleichzeitig Verwaltungszentrum Österreichs, vibrierendes urbanes Zentrum Wiens, hochwertiger Wirtschafts- und Tourismusmagnet sein kann. Letzteres im internationalen Wettbewerb vor allem auch deshalb, WEIL die Wiener Innenstadt als Alleinstellungsmerkmal nicht touristisches Sissi-Land, sondern ein authentisches Stadtzentrum mit gewachsenen Mischstrukturen in grandioser Kulisse sein wird, das noch dazu als eines der ersten Stadtzentren auf der Erde klimaneutral wirtschaftet.

Seine größte Sorge ist die ungehemmte Turbo-Immobilienentwicklung im Wiener Stadtzentrum, weil notwendige Grenzen nicht definiert werden. Zukunftsweisende Spielregeln für die Nutzung von öffentlichen sowie privaten Flächen sind erste Voraussetzung für die nachhaltige Bezirksentwicklung, die weitgehende Verkehrsberuhigung ist ein weiteres Mosaiksteinchen. Und über allem steht mehr Transparenz bei sämtlichen Verwaltungsentscheidungen, die sich nicht länger hinter einem Feigenblatt namens Datenschutz verstecken dürfen.

Diese Visionen verfolgt Hirschenhauser derzeit noch als Klubobmann, irgendwann einmal als Bezirksvorsteher, so sein ehrgeiziges Ziel für den ersten Bezirk.