Bezirke
Navigation:
am 18. September

Verkehrsberuhigung - Worauf warten?

Alexander Hirschenhauser - Für viele, die in der Innenstadt leben, aber auch für viele Wirtschaftstreibende ist die Verringerung der Verkehrsbelastung ein Herzenswunsch. Der Entwurf für die Verordnung der Zufahrtsbeschränkungen liegt vor und wir drängen auf rasche Umsetzung mit begleitender Evaluierung.

Straßenansicht Albertinaplatz

Seit fast 10 Jahren beschäftigen wir Grüne uns intensiv mit dem Konzept zur Verkehrsberuhigung der Innenstadt durch Zufahrtsbeschränkungen. Wie in vielen anderen Städten Europas soll die Innenstadt den Menschen gehören. Während bisher alle einfahren und parkplatzsuchend im Kreis fahren durften, wird das in Zukunft nur mehr für speziell Berechtigte möglich sein.

Einkaufen und Oma abholen

Wer zum Shoppen mit dem Auto in die Stadt kommen möchte, kann ohne Parkplatzsuche in eine Garage fahren und entspannt einkaufen. Danach ist kurzes Halten zum Einladen der Einkäufe vor vielen Läden möglich. Fürs Abholen der Oma sind Sondergenehmigungen vorgesehen. Tatsächlich ist die Innere Stadt aber ohnedies der am besten mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbare Bezirk Wiens.

Was bringt's?

​Wir rechnen mit ca. 30% weniger Verkehr und mit etwa 50% weniger an der Oberfläche parkenden Fahrzeugen. Das bringt nicht nur bessere Luft, weniger Staub und weniger Lärm. Das schafft auch Platz in unseren engen Gassen – Platz, den wir für breitere Gehsteige, neue Baumpflanzungen und schönere Altstadtplätze nutzen wollen. Dabei werden wir darauf achten, dass dieser nicht wieder durch Schanigärten verringert wird. Sogenannte „Zonierungspläne“ sind mit jeder Neugestaltung zu verordnen.

Nur starke Grüne hier im Bezirk und im Rathaus werden für diese zügige Neugestaltung unseres öffentlichen Raums sorgen – siehe Rotenturmstraße!


Portrait Cesar Sampson
Cesár Sampson
Portrait Michaela Klein
Michaela Klein
Portrait Phillipp Wanek
Phillipp Wanek

 CESÁR SAMPSON (Musiker + Bewohner)
„Das verkehrsberuhigte Zentrum ist für mich ein wichtiger Schritt in Richtung Klimaneutralität."

MICHI KLEIN (Unternehmerin „Unger & Klein“ + Bewohnerin)
„Ich warte ungeduldig auf die Verkehrsberuhigung, erwarte auch mehr Geschäft dadurch."

PHILLIPP WANEK (Optiker „Lunetterie“ Tuchlauben)
„…viele Beispiele in Europa, wo sich das wunderbar bewährt. Es gibt genug öffentliche Verkehrsmittel, die Lebensqualität wird steigen."

Begleitmaßnahmen

Die wichtigste Begleitmaßnahme wurde von unserer Vizebürgermeisterin Birgit Hebein bereits zugesagt: In der Glaciszone wird es um die Hälfte mehr Anwohner*innen-Stellplätze geben als früher!

Eine weitere wichtige Begleitmaßnahme: Citybusse sollen auch am Abend und an Wochenenden unterwegs sein. Dies wurde von der zuständigen SP-Stadträtin bisher leider immer abgelehnt und wird nur mit starken Grünen im Wiener Rathaus möglich werden.

Plan Verkehrsberuhigtes Zentrum

Machen statt schön reden

Wir drängen auf rasche Umsetzung mit begleitender Evaluierung. Vielleicht wird in einer ersten Phase noch das eine oder andere Problem sichtbar. Probleme sind zum Lösen da und wir sind sicher, dass wir Lösungen finden werden. 

Die Kontrolle unberechtigter Zufahrten wird sicher herausfordernd für Polizei und Parkraumüberwachungsorgane. So bald als möglich wollen wir daher die „smarte“ Kennzeichenerfassung durch Kameras wie in anderen Städten Europas. Dafür ist allerdings eine StVO-Novelle im Bund notwendig. Wir vertrauen darauf, dass unsere Grüne Verkehrsministerin Leonore Gewessler dies bald auf den Weg bringen wird.

Worauf also warten?

Natürlich werden bei größeren Veränderungen zahlreiche Bedenken vorgebracht. Doch die Klimakatastrophe wartet nicht, sie erfordert vielmehr rasches Handeln und Verkehrsberuhigung ist ein wichtiger Beitrag zur Rettung unseres Klimas. Die Zukunft wird von den Mutigen gestaltet!

Für die Menschen, fürs Klima und für die Stadt