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am 13. März 2016

Be­zirks­ver­tre­tungs­sitz­ung 24.2.2016

Webredaktion der Grünen Innere Stadt - Kurzbericht und Auszug unserer Anträge der ersten regulären Sitzung dieser Legislaturperiode

langes warten

Die Zeit unter Bezirksvorsteherin Ursula Stenzel war geprägt durch Stillstand und unnötig eskalierte Konflikte auf allen Ebenen. Nach ihrer Abwahl hatte sie sogar die Amtsübergabe an den neuen Bezirksvorsteher in die letzte mögliche Woche hinausgezögert und so konnte sich das neue Bezirksparlament erst am 22.12.2015 konstituieren. Seit den Bezirkswahlen im Oktober waren mehr als elf Wochen vergangen und es waren elf verlorene Wochen. Alle gewählten MandatarInnen mussten darauf warten, endlich mit der Arbeit für den Bezirk beginnen zu können.

ein neubeginn - ein neuer stil

Daher wurde die erste Plenarsitzung des neugewählten Bezirksparlaments unüblich früh im Jahresverlauf festgesetzt. Alles war gespannt, wie die Zusammenarbeit mit dem neuen Bezirksvorsteher und den neugewählten Fraktionen funktionieren würde. Unsere erste Einschätzung: Dieser Neubeginn bringt eine seit Jahren nicht mehr erlebte Atmosphäre der Zusammenarbeit, weniger Polemik und ein Begegnen auf Augenhöhe.

alle sind besser drauf - fast alle...

Das große Aufatmen dürfte allerdings eine Fraktion nicht erfasst haben: Die Freiheitlichen in der Inneren Stadt scheinen nicht anders zu können. Nur sie brachten Anträge mit unnötig abwertenden Formulierungen und polemischen Inhalten ein. Es wird gezetert und verhetzt wie eh und je.

Anträge der grünen innere stadt

sitzbänke im ganzen bezirk

Der Magistrat der Gemeinde Wien wird ersucht, für eine ausreichende Zahl konsumzwangfreier Sitzgelegenheiten im öffentlichen Raum der Inneren Stadt zu sorgen. „Ausreichend“ bedeutet zumindest eine Sitzbank alle 2 Gehminuten, sodass es auch in ihrer Mobilität beeinträchtigten Personen erleichtert wird, in der Innenstadt zu Fuß unterwegs zu sein.

Begründung:  Die Bevölkerung in Wien wächst nicht nur, es gibt auch immer mehr ältere Menschen. Dem Prinzip eines möglichst barrierefreien öffentlichen Raums folgend, sollen konsumzwangfreie Sitzgelegenheiten in entsprechend kurzen Abständen dazu beitragen, dass möglichst viele Menschen ohne fremde Hilfe von A nach B gelangen können.

Ergebnis: einstimmiger Verweis in die Bezirksentwicklungskommission

Wir wollen mehr davon!
Ruth Beckermanns Installation "The Missing Image"

kunstinstallation albertinaplatz

Der zuständige Stadtrat für Kultur wird ersucht, mit der Filmschaffenden Ruth Beckermann und mit dem Nachlassverwalter des Bildhauers Alfred Hrdlicka Verhandlungen zu führen mit dem Ziel, die künstlerische Intervention „the missing image“ dauerhaft am Albertinaplatz zu installieren.

Begründung: Das von Alfred Hrdlicka geschaffene Mahnmal gegen Krieg und Faschismus am Albertinaplatz ist ein wichtiger Ort der Erinnerung an den Anschluss-Pogrom im März 1938. Doch oft stehen BetrachterInnen ratlos vor der Figur des straßenwaschenden bärtigen Mannes, weil ihnen der Kontext nicht bekannt ist. Eine Kontextualisierung „ohne Worte“ leistete von März bis November 2015 die von Ruth Beckermann konzipierte Videoinstallation: Die geloopte Filmsequenz zeigte historische Originalaufnahmen einer lachenden Menschenmenge, die zusieht, wie zwei bürgerlich gekleidete junge Juden kniend das Pflaster reinigen.

Es ist bedauerlich, dass diese temporäre Installation am 12.11.2015 abgebaut wurde, eine dauerhafte Wiedererrichtung wäre wünschenswert.

Ergebnis: einstimmiger Verweis in die Kulturkommission

urbane hitzeinseln

Der Magistrat der Gemeinde Wien wird ersucht, im Umweltausschuss des Ersten Bezirks den Strategieplan der Stadt Wien betreffend urbane Hitzeinseln vorzustellen und insbesondere zu erläutern, welche Maßnahmen auf lokaler Bezirksebene geeignet sein könnten, die sommerliche Hitze in der Stadt zu mildern bzw. die Entstehung von Hitzeinseln im Zusammenhang mit dem Klimawandel zu vermeiden.

​Begründung:​​ Der vom Menschen verursachte Klimawandel wirkt sich besonders im Stadtzentrum durch Tropennächte und Hitzestau negativ auf die Lebensqualität der BewohnerInnen aus. Es wäre daher wichtig, systematisch Maßnahmen zu entwickeln, die zu einer Verbesserung der Klimasituation in der Innenstadt führen, den sommerlichen Hitzestau bekämpfen und zum Klimaschutz beitragen.

​Ergebnis: einstimmiger Verweis in den Umweltausschuss​

Gut fürs Mikroklima