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am 3. Juli

Der Schweizer - Fischerski und Schweizer Flagge

Mag.a Evelyn Blau - Im hauseigenen Käsehumidor wartet Käse aus kleiner Schweizer Produktion, überwiegend aus Rohmilch, auf Liebhaber*innen....

Der Käsehumidor

​Ein Humidor ist ein Behälter mit speziellen Bedingungen. In diesem Fall sind es circa 75 Prozent Luftfeuchtigkeit und etwa 12 Grad Celsius. Darin wartet Käse aus kleiner Schweizer Produktion, überwiegend aus Rohmilch, auf Liebhaber*innen. Diese kommen zahlreich - häufig aus der Gegend, aber auch aus ganz Wien und Umgebung. Den Besitzer Andrzej Koch hat es der Liebe wegen aus der Schweiz nach Österreich verschlagen. Auf einem burgenländischen Bauernhof mit Kleinfamilie hat er dann burgenländische Weine näher kennengelernt. Das führte zur Erkenntnis, dass diese nicht nur zu Gselchtem, sondern ganz besonders auch zu Schweizer Käse passen. 

VOM MARKTSTAND ZUM GESCHÄFT 

So entstand 2008 Andrzejs Käsestand am Karmelitermarkt. Zwei Tage in der Woche am damals noch verschlafenen Markt boten aber kein besonders stabiles, finanzielles Fundament. „Dann bekam ich plötzlich sowas wie Existenzangst. Da meinte mein Freund Oskar von Sonnentor in der Wollzeile, ich soll doch in das kleine Geschäft gegenüber einziehen. Da hab ich dann spontan dem Vermieter Generali am Telefon zugesagt“. Das war 2013. Das Käsesortiment erweiterte sich quasi im Dialog über Mundpropaganda. Kund*innen berichten ihm von besonders schmackhaften Sorten und bringen Kostproben mit. So fand auch der „Chaux d´Abel“ aus dem Jura seinen Weg ins Angebot. Und als Referenz an seine in England aufgewachsene polnische Mutter (der Vater war der Schweizer) gibt es auch einige englische Käse, wie beispielsweise einen Cheddar. Aber wie kommen die alten Fischer-Ski in die Auslage neben der Schweizer Flagge? „Die hab ich im Keller gefunden. Ich dachte, das ist ein feiner Unterschied zur hübschen Deko rundherum“ lächelt Andrzej. 


Über das gute Leben 

Wie gehen jetzt die Geschäfte? „Ich kann nicht klagen. Orfeo und ich führen ein schönes Leben“. Orfeo Ritterband ist sein kongenialer Mitarbeiter, ebenfalls mit Schweizer Abstammung. Ich frage nach dem Grund für die vergleichsweise hohen Preise. „Ich kaufe in Schweizer Franken ein, und der wird im Vergleich zum Euro immer stärker“. Eine plausible Erklärung für alle, die das Schweizer Preisniveau kennen. Die Coronakrise hat „Der Schweizer“ bislang gut überstanden. Das Geschäft war durchgängig offen, die Kund*innen und Andrzej freuten sich und waren wechselseitig dankbar. “Das Geld, das ich weniger verdient habe, konnte ich sowieso nicht ausgeben“ meint er. Und das Erlebnis, nachts auf dem Dach im Vierten einen Uhu zu hören, möchte er nicht missen. 

„Ein Raclettehüttchen als kleiner Winterschanigarten wäre toll. Und eine Wollzeile zum Flanieren mit Begrünung und Wasser wäre schön. Nur zum Liefern muss ich - nach dem Markt - am Nachmittag jedenfalls zufahren können.“
Andrzej Koch (Besitzer von "Der Schweizer")

Was wünscht er sich für die Zukunft? 

„Ein Raclettehüttchen als kleiner Winterschanigarten wäre toll. Und eine Wollzeile zum Flanieren mit Begrünung und Wasser wäre schön. Nur zum Liefern muss ich - nach dem Markt - am Nachmittag jedenfalls zufahren können.“​

Der Schweizer
Feine Käse 

Wollzeile 15, 1010 Wien

MO     13-18 Uhr
DI-FR 10-18 Uhr
SA      10-16 Uhr

Der Schweizer am Karmelitermarkt (2. Bezirk) auch in CORONA ZEITEN
SA      8-12:30 Uhr 

TEL: 0664 156 10 66
EMAIL: koch@derSchweizer.eu 
ein altes Paar Ski der Marke Fischer hinter dem etwas spiegelnden Auslagenfenster
Fischerski in der Auslage