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am 20. Juni

Fleischerei Kröppel

Mag.a Evelyn Blau - Wie Bioqualität sich durchsetzt


Wenn die Kundschaft BIO verlangt... 

1932 eröffnete der Großvater die Fleischerei in der Postgasse. Heute werken hier Enkel Josef Kröppel, seine Frau Ursula und die beiden Söhne Christopher und Florian. Letzterer ebenfalls seit 2019 stolzer Fleischermeister, Christopher wird bald folgen.

Vor zirka drei Jahren erfolgte der Umstieg auf Bio.


„Es war die Kundennachfrage, die Leute haben´s einfach verlangt. Und die Qualität ist spitze!“
Josef Kröppel
UMSTIEG AUF BIO LOHNT SICH
​Der Umstieg hat sich gelohnt. Nicht nur die Kundschaft ist glücklich. Der Umsatz stieg hoch und „die Qualität ist Spitze“ meint der Meister stolz. Den Tieren werden quälende Transporte erspart. Sie kommen aus Bio-Bauernhöfen aus dem näheren Umfeld des Schlachthofs in Gschaidt in Niederösterreich. Auch dieser ist ein befreundeter Familienbetrieb. Im angeschlossenen Gasthaus verkostet die Familie Kröppel gern gleich vorab die gekaufte Ware, die Brüder Kröppel junior durften dort auch das „Banln“ (Auslösen) für die Meisterprüfung üben.


Florian Kröppel schneidet Beinschinken hinter der Fleischtheke und lächelt unter der Mund-Nasenschutz Maske in die Kamera

Im noch vom Großvater stammenden Betrieb am Sobieskyplatz entstehen unter anderem dann die Biowürste und der großartige Bio-Beinschinken. Dazu wird der Schlögl roh ausgelöst, 2 Tage mit Salz und Gewürzen gepökelt, anschließend geräuchert und dann noch im Dampf gekocht.

Selber kochen

Wie hat die Fleischerei die Coronakrise erlebt? Das Geschäft war durchgängig offen. An den ersten Tagen war der Umsatz beim Imbiss niedriger, aber dafür wurde mehr Fleisch gekauft. „Die Leute haben offensichtlich begonnen selber zu kochen“ meint Josef Kröppel. Und damit wurden neue Stammkund*innen gewonnen. „Der Umsatz ist jetzt auf einem guten Niveau“ ist der Bio-Fleischermeister zufrieden. Um finanzielle Unterstützung musste nicht eingereicht werden.

Wünsche für die Zukunft?

„Dass die Leute nicht mehr auf die Lockangebote der Billigstbieter fliegen“. Die meist schlimmen Bedingungen der Massenproduktion für Mensch und Tier wurden durch die zahlreichen Coronainfektionen in Schlachthöfen jüngst wieder sichtbar.

„Und eine Coole Straße mit Sitzgelegenheiten, Begrünung und Wasser wäre für die Postgasse toll“

Da bleiben wir als Grüne dran, verspreche ich.

 


Fleischerei Kröppel

1010 Wien, Postgasse 1-3

MO - FR 8:00 - 18:00
SA        8:00 - 12:00

Vorbestellungen telefonisch unter:  01 512 8483