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am 4. Oktober

Unger und Klein - Espressokultur und Weinhandel

Alexander Hirschenhauser - Michi Klein und Helmuth Unger betreiben mit der Weinhandlung am Rudolfsplatz und dem Rondeau-Café in der Herrengasse zwei Institutionen, die überdurchschnittlich viele Bewohner*innen der Inneren Stadt zu ihren Stammgästen zählen.

Michi Klein + Helmuth Unger vor dem Rondeau-Café in der Herrengasse


STAMMKUNDEN IN DER INNENSTADT

Durch die Krise ist man bisher „zwar mit tiefen Schrammen“ gekommen, doch Michi Klein und Helmuth Unger sind optimistisch und „hoffen, dass diese zur Gänze verheilen können“. Dabei hilft sowohl der große Anteil an Stammgästen – die beiden Adressen zählen speziell für Bewohner*innen der Inneren Stadt zu jenen Orten, wo man einander auch mal einfach zufällig begegnen kann – als auch ein engagierter Auftritt in den Sozialen Medien. Das Lieferservice wurde ausgebaut und spezielle Geschenkkörbe sind äußerst beliebt. Für architektonisch Interessierte: Während die Weinhandlung von Gregor Eichinger gestaltet wurde, sorgte Stephan Ferenczy (BEHF Architects) für das coole Flair des Rondeaus in der Herrengasse. ​Beide Lokalitäten tragen für viele zur Identität und zum Grätzel-Feeling in der Inneren Stadt bei​​.

In der Weinhandlung Gölsdorfgasse: das Bio-Sortiment wächst

NACHHALTIGKEIT

Das Sortiment an Weinen aus biologischem Anbau wächst – auch bei den in Kooperation mit ausgewählten heimischen Winzern entwickelten Eigenmarken mit so fantasievollen Namen wie „Der Grüne Kakadu“, „Der Rote Affe“, „Fräulein Klein“, „Rose“, „Tulpe“ und „Nelke“.

„Nachhaltig Wirtschaften“ bedeutet für das Unternehmerpaar Unger und Klein nicht nur die längjährige, treue Zusammenarbeit mit ganz speziellen heimischen Winzern, die zwar nicht alle biologischen Weinbau betreiben, aber ihre liebevolle Einstellung und ihre hohen Ansprüche an die Qualität der Weine gemeinsam haben. Nachhaltigkeit ist eine Überzeugung, die sich auch in der Haltung zu den Mitarbeiter*innen wiederfindet: Die meisten begleiten das Unternehmen bereits seit vielen Jahren.


SOZIALE VERANTWORTUNG

Diese Haltung findet sich auch beim von Michi Klein und Helmuth Unger mitbegründeten Projekt TRALALOBE wieder: Seit dem Jahr 2012 wurden 4 ganze Häuser zu Wohneinrichtungen für geflüchtete Menschen umgestaltet, zusätzlich zahlreiche Wohngemeinschaften für junge Erwachsene und die sogenannte „Queer Base“. Im Tralalobe-Wohnhaus in der Josefstadt wurde auch das hippe Restaurant „Das Kleine Paradies“ untergebracht, wo Bewohner*innen der Wohnhäuser Arbeit und sogar Lehrstellen finden können. Lehrlinge aus den Tralalobe-Wohnhäusern werden auch an andere Unternehmen nicht nur in der Inneren Stadt vermittelt. Das Projekt Tralalobe wird privat und aus Spenden finanziert, letztere sind immer willkommen.

„Wir verstehen nicht, warum manche Leute so viel Angst vor der Autofreien Innenstadt haben. Es gibt ja so viele U-Bahnen und Busse.“
Michi Klein + Helmuth Unger

VERKEHRSBRUHIGUNG = QUANTENSPRUNG

„Die Begegnungszone in der Herrengasse war ein Quantensprung und wir machen seither viel mehr Umsatz“, meint Helmuth Unger, denn „früher sind die Autos hier nur so durchgepfiffen“. Seine Partnerin Michi Klein ergänzt: „Ich warte ungeduldig auf die Verkehrsberuhigung in der ganzen Innenstadt“. Beide sind nicht nur mit ihrem Unternehmen im Ersten verwurzelt, sondern wohnen auch hier. Sie erwarten neben höherer Lebensqualität auch mehr Geschäft, wenn die Innenstadt durch Zufahrtsbeschränkungen attraktiver wird.

Unger und Klein Wein-Kaffee im Hochhaus

Herrengasse 6-8
1010 Wien

MO-FR 7:45-23:00
SA 10:00-23:00 SO 11:00-18:00

Tel: 01 9692117

Rondeau-Café Herrengasse

Unger und Klein Weinhandlung, Bar

Gölsdorfgasse 2
1010 Wien

MO-FR 17:00-24:00

Tel: 01 5321323

Architektur Weinhandlung: Gregor Eichinger