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am 22. Mai

Zum Finsteren Stern

Arthur Gillay - Dieses kleine charmante Restaurant am Schulhof gehört zu unseren Favoriten im Bezirk, wenn wir wirklich gut auswärts essen wollen. Sehr oft geht sich das nicht aus, denn Qualität hat seinen Preis...

Ella de Silva betreibt das Haubenlokal „Zum Finsteren Stern“ im Herzen Wiens. Der Besitzerin geht es bei ihrem Lokal um viel mehr als nur um gutes Essen wie sie selbst sagt: „Mein Lokal soll ein Ort sein, an dem man gerne Zeit verbringt, das ist mir sehr wichtig. Ich will einen Raum bieten zum Entspannen in einer schönen Atmosphäre, bei angenehmer Musik und gutem Essen.“

„Ich möchte immer wissen, wo mein Fisch oder das Fleisch herkommt und benutze nur frische selbstgepflückte Kräuter, Pilze und dergleichen.“
Ella de Silva

Qualität steht auch an oberste Stelle. „Ich möchte immer wissen, wo mein Fisch oder das Fleisch herkommt und benutze nur frische selbstgepflückte Kräuter, Pilze und dergleichen“, wobei de Silva es heutzutage mittlerweile als selbstverständlich ansieht, dass man sich Gedanken macht, was für Produkte man kauft und woher.​

Als Gastronomin waren die letzten Monate besonders schwer. Doch neben den Ängsten gab es auch positives wie de Silva meint: „Ich hatte viel Zeit, zu mir zu kommen und endlich mal Zeit zum Nachdenken. Nachzudenken, was man gut oder vielleicht auch falsch gemacht hat oder was einem nicht so gefällt. Die viele Zeit, die ich hatte, war einerseits toll, andererseits natürlich auch immer gepaart mit der Angst um die Existenz des Lokals und auch um die eigene.“ Ella de Silva hat für sich aus dieser Zeit der Entschleunigung und Ruhe entschieden, dass sie kleiner, feiner und einfach mehr bei sich werden möchte und „wirklich noch exklusiver.“ Sie will „nur noch das machen, was ihr Spaß macht. Ein kleines, feines Ding mit netten Mitarbeiter*innen, wo man sich einfach wohl fühlt.“

Ella de Silva am Stammtisch ihres Restaurants

Doch war vor allem auch die Ungewissheit über Einkommen und Überleben eine große Sorge. Von ihrer Bank hat sich de Silva „null unterstütz und total mies behandelt gefühlt“ in der schweren Zeit. Umso dankbarer spricht sie von der unglaublich tollen Unterstützung durch viele ihrer Stammgäste: „Sie haben mir sehr geholfen und haben mir wirklich etwas geschenkt. Es kamen wirklich viele Anrufe von Leuten, die gefragt haben wie es uns geht, das war toll. Sie haben mich umsorgt und waren so nett, das fand ich das Allerschönste.“​​

Seit der Wiedereröffnung des Lokals am 15. Mai hat sich vom Konzept her auch einiges geändert. Früher war der Finstere Stern nur ein Abendlokal. Jetzt gibt es ein Mittagsangebot ab 12:30, wo man kontaktlos Mittagsgerichte, Salate, Kaffee, Kuchen, Käse und Brot durch das Fenster gereicht bekommt und sich damit in den idyllischen Gastgarten am Schulhof setzen kann. Um 17 Uhr geht dann der mehr oder weniger reguläre Lokalbetrieb „a la carte“ los. De Silva sagt: „Ich mache den Mittagstisch auch, weil ich ja irgendwie jene Sitzplätze, die ich durch die Maßnahmen verliere, wieder wo reinholen muss. Und wer weiß wie lange die ganzen Restriktionen noch dauern, vielleicht kann ich ja auch keine Weihnachtsfeiern machen heuer.“

„DAS ist mein Ding! Da hängt mein Herz dran und so schnell gebe ich nicht auf!“
Ella de Silva

Ella de Silva geht mit einem gewissen Maß an Ungewissheit, aber nach dieser Zeit des Nachdenkens und der Entschleunigung auch gestärkt und mit einem klaren Ziel in die Zukunft. Für sie ist klar: „DAS ist mein Ding! Da hängt mein Herz dran und so schnell gebe ich nicht auf!“​

Restaurant Zum Finsteren Stern


1010 Wien, Schulhof 8 (Ecke Parisergasse)

DI - FR 12:30 - 17:00 (Essen durchgereicht)

DI - FR 17:00 - 22:00 (Essen durchgereicht und am Tisch)

Reservierungen nur telefonisch: 01 5352100