Bezirke
Navigation:
am 4. Mai

"We are the World" mit Cesár Sampson

Cesár Sampson - ORF-Cover des Welthits "We are the World" mit Cesár Sampson als Zeichen der Solidarität in der Corona-Krise

Seit geraumer Zeit befinden wir uns nun in einer weltweiten Krise. Obwohl ich absolut nicht zu jenen gehöre, die die Maßnahmen für gefährlicher halten als das Virus, muss auch ich daran denken, was folgen wird. Daran, dass sich verschiedene Märkte und Berufsfelder unterschiedlich schnell erholen werden. So gelten insbesondere Musik und Kunst nicht nur als Zufluchtsort in Krisenzeiten, sondern werden in und nach der Krise eines der am härtesten betroffenen Berufsfelder sein. Das zeigt sich besonders am Eventbereich, welcher einer der letzten sein wird, der zu einem normalen Modus und damit verbundenen Zahlen zurückkehren wird. ​

Eine unter meiner Mitwirkung - in Kooperation mit dem ORF und zahlreichen Musikerkolleg*innen - kürzlich veröffentlichte Stay-at-home-Version des Songs „We are the World“ soll auf diese prekäre Situation von Kunst- und Kulturschaffenden global und national aufmerksam machen. Der Erlös wird dem Kulturkatastrophenfond zugutekommen. Zeichen wie diese, setze ich gerne. Wenngleich mir klar ist, dass das mehr eine symbolische als reelle Hilfe und der Erlös nur ein Tropfen auf dem heißen Stein sein wird.​

Bildausschnitt Musikvideo "We are the World" Corona-Version 2020 unter Mitwirkung von unter anderem Cesár Sampson und ORF Radio-Symphonieorchester Wien
ORF-Cover "We are the World 2020"

Viel wichtiger wird es sein, auch im Folgejahr einen adäquaten Auffangmechanismus bereitzustellen, durch den eine möglichst unbürokratische Verteilung von Geldern möglich ist. Darüber hinaus wird es bedeutend sein, auf Regionalität im Unterhaltungsbereich zu setzen und die lokale und aufstrebende Musiklandschaft zu fördern. Wenn das geschafft wird und die Krise uns hier zur Solidarität bewegt, dann heißt es: „We are the world […] We are the ones who make a brighter day, so let's start giving.“​


Für Näheres siehe auch "Kunst in der Krise​" (Sampson, 2020).