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am 10. Dezember 2013

Der Schmäh von den teuren Biolebensmitteln

Conny Schmeller - Im Jahr 1954 haben die Österreicher_innen im Durchschnitt 47 Prozent ihres Monatseinkommens für Lebensmittel ausgegeben. Dies würde bei einem heutigen Durchschnittseinkommen von € 2.910 einen Betrag von € 1.367 ausmachen.

Tatsächlich liegt der Prozentsatz für Lebensmittel im Jahr 2010 bei 12 Prozent, d.h. von € 2.910,- geben wir 349,- für Lebensmittel aus. Private Mobilität hingegen ist uns 15 Prozent, Freizeitaktivitäten sind uns 13 Prozent, und Wohnen 24 Prozent unseres Einkommens wert.

Was wir dafür in Kauf nehmen, ist bekannt: Pestizide in Lebensmitteln, Massentierhaltung=Massentierquälerei, industriell produzierte Nahrungsmittel, die nach nichts schmecken, Lebensmittelskandale usw. usw. Auch für die Domestizierung unserer Nutztiere haben wir die Verantwortung – es sieht so aus, als bekämen wir jetzt in vieler Hinsicht die Rechnung präsentiert.

Mit ein bisschen Einsicht können wir viel gewinnen: Obst, Gemüse, das so schmeckt „wie früher“. Fleisch, das beim Kochen nicht auf die Hälfte schrumpft, eine intakte Umwelt für unsere Kinder, eine vielfältige Landschaft.